Bilanz 2015: Krankenversicherer der ALTE OLDENBURGER wachsen weiter

Auch im Geschäftsjahr 2015 ist die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe weiterhin auf Erfolgskurs. Sowohl die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung als auch die Provinzial Krankenversicherung Hannover konnten ihre Ertragslage und ihre Wettbewerbsposition weiter stärken. „Das Marktumfeld für den Verkauf von privaten Vollversicherungen sowie die anhaltende Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt haben uns auch in 2015 wieder vor Herausforderungen gestellt. Dank unserer soliden Geschäftspolitik konnten wir auch in diesem schwierigen Umfeld weiter wachsen und unsere Beitragseinnahmen, den Kundenbestand sowie den Marktanteil innerhalb der Krankenversicherungsgruppe ausbauen“, freut sich Manfred Schnieders, Vorstandsvorsitzender der Gruppe.

Die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe besteht aus den beiden operativen Unternehmen ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG und Provinzial Krankenversicherung Hannover AG. Die Position des Mehrheitsaktionärs nimmt die Versicherungsgruppe Hannover (VGH) ein. Die beiden Krankenversicherer weisen im Geschäftsjahr 2015 einen Zuwachs an versicherten Personen aus. „Während die PKV-Branche mit Bestandsabgängen in der Vollversicherung zu kämpfen hat, konnten unsere beiden Unternehmen den Bestand in diesem Bereich erfreulicherweise ausbauen“, so Schnieders. Auch die Gesamtbeitragseinnahmen konnten im Jahr 2015 erhöht werden und liegen zum Jahresende bei 279,3 Mio. Euro. Das Wachstum resultiert dabei fast ausschließlich aus dem Zugang von neuen Verträgen und nicht aus Beitragsanpassungen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle haben sich im Jahr 2015 bei beiden Unternehmen weiter erhöht.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und den daraus resultierenden schwierigen Kapitalmarktbedingungen konnten dennoch vergleichsweise gute Ergebnisse auf der Kapitalanlageseite erzielt werden. „Wir sehen dies als Bestätigung unseres nachhaltigen Kapitalanlagemanagements. Wir profitieren dabei vor allem von langen Durationen im Bestand und einer soliden Anlagepolitik“, so Schnieders.

Manfred Schnieders
Manfred Schnieders

Die erfreulichen Jahresabschlüsse der Gesellschaften bilden eine solide Grundlage für einen optimistischen Blick in die Zukunft. Aufgrund der ausgezeichneten Sicherheitslage sieht sich der Vorstand gut gerüstet für die aktuellen Herausforderungen der Branche. Hierzu werden insbesondere die extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen sowie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen aber auch die fortschreitende Digitalisierung des Versicherungsgeschäfts gezählt.

 

 

 

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

ALTE OLDENBURGER weiterhin exzellent

Die ALTE OLDENBURGER ist als bundesweiter Maklerversicherer vor allem in der Vollversicherung tätig. Branchenweit hielten sich die Zuwächse in diesem Segment zurück. Umso erfreulicher ist es, dass die ALTE OLDENBURGER entgegen diesem Markttrend ihren Bestand an Vollversicherungskunden um 325 Personen im Jahr 2015 ausbauen konnte.

Die Beitragseinnahmen liegen zum Jahresende 2015 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (- 0,7 %). Diese Entwicklung ist den zum Jahresanfang 2015 erfolgten Beitragssenkungen in vielen Zusatzversicherungstarifen geschuldet. Der gesamte Krankenversicherungsmarkt verzeichnet seit Jahren steigende Ausgaben. Diese Entwicklung ist auf die verstärkte Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, aber auch auf den medizinischen Fortschritt zurückzuführen. Dementsprechend sind auch die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um 4,0 % auf 121,5 Mio. Euro angestiegen.

Die Aufwendungen des Versicherungsbetriebs zeigen, dass die ALTE OLDENBURGER kostenbewusst und effizient arbeitet. Seit Jahren wird eine deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegende Verwaltungskostenquote ausgewiesen. In 2015 beläuft sich diese auf 1,7 %. Auch die Abschlusskostenquote liegt mit 4,7 % auf einem niedrigen Niveau.

Das Kapitalanlagevolumen des Unternehmens konnte im Jahr 2015 weiter ausgebaut werden und beläuft sich bis zum Jahresende auf 1,4 Mrd. Euro. „Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes erreichen wir mit 3,7 % eine sehr erfreuliche Nettoverzinsung. Wir sehen unser Anlagemanagement in einem schwierigen Umfeld somit bestätigt“, betont Manfred Schnieders.

Die Alterungsrückstellungen, die der Deckung höherer Versicherungsleistungen im Alter dienen, haben sich bis zum Ende des Jahres 2015 auf 1,3 Mrd. Euro erhöht. Man verfüge somit über ein komfortables Polster, um die Beiträge auch im Alter stabil zu halten, unterstreicht Schnieders.

Die ALTE OLDENBURGER hat im Berichtsjahr 2015 einen Rohüberschuss in Höhe von 32,9 Mio. Euro erreicht. Hiervon sollen 92 % für die Versicherten in Form von Beitragslimitierungen und -rückerstattungen verwendet werden.

Die ausgezeichneten Bilanzkennzahlen, aber auch die hervorragende Unternehmensqualität wurden der ALTE OLDENBURGER in 2015 wieder durch unabhängige Ratings und Analysen bestätigt. So hat beispielsweise die Assekurata das Unternehmen zum 15. Mal in Folge mit der bestmöglichen Bewertung „A++ = Exzellent“ bewertet. Außerdem wurde die bestmögliche Platzierung im „M&M Rating KV-Unternehmen“ erzielt – eine Bestätigung der ausgezeichneten Bilanzkennzahlen. Zudem bestätigt auch das „Charta Qualitätsbarometer“ mit dem 1. Platz ein hervorragendes Standing in der Maklerschaft.

Ausblick 2016

„Das erfreuliche Jahresergebnis 2015 bildet eine solide Grundlage, um auch erfolgreich in das Jahr 2016 zu starten. Wir wollen im laufenden Kalenderjahr unsere Vertriebsaktivität erhöhen und die Zusammenarbeit mit unseren Vertriebs- und Kooperationspartnern intensivieren. Neben dem Verkauf von Vollversicherungen wollen wir auch verstärkt am Zusatzversicherungsmarkt partizipieren. Unser Produktportfolio haben wir deswegen um leistungsstarke Zahnzusatzprodukte ergänzt. Außerdem soll unsere Geschäftstätigkeit weiterhin unter dem Aspekt der Kostenführerschaft ausgerichtet sein – niedrige Betriebskosten kombiniert mit einem gesunden Wachstum und einer wertbeständigen Kapitalanlagetätigkeit“, so Manfred Schnieders mit Blick in die Zukunft.

Private Pflegeversicherung Wachstumsmotor bei der Provinzial Krankenversicherung

Die Provinzial Krankenversicherung hat auch im Geschäftsjahr 2015 wieder ein erfreuliches Geschäftsergebnis erzielt. Die Beitragseinnahmen liegen mit 65,3 Mio. Euro um 4,0 % über dem Vorjahresniveau. Während bei vielen Wettbewerbern ein stagnierender Trend beim Verkauf von Pflegezusatzversicherungen festzustellen ist, weist die Provinzial Krankenversicherung in diesem Bereich hohe Wachstumszahlen aus und kann immer noch von diesem Markt profitieren. „Weiterhin stark frequentiert wird unser VGH Pflege-Bahr. Das Produkt hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Standbein im Zusatzversicherungsbereich entwickelt“, so Schnieders.

Im Berichtsjahr sind die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 2,7 % auf ein Volumen von 26,9 Mio. Euro gestiegen. Im Marktvergleich kann sich die Provinzial Krankenversicherung mit einer nach dem PKV-Kennzahlenkatalog ermittelten Schadenquote von 71,3 % (Vorjahr: 70,3 %) erneut ausgezeichnet positionieren (Markt 2014: 77,6 %).

Im Jahr 2015 konnte ebenfalls der Bestand an versicherten Personen ausgebaut werden. Neben einem deutlichen Plus bei den zusatzversicherten Personen konnte erfreulicherweise auch der Vollversicherungsbestand entgegen dem Markttrend leicht ausgebaut werden. Zum Bilanzstichtag haben 161.253 Kunden der Provinzial Krankenversicherung ihr Vertrauen geschenkt (Vorjahr 156.533). Der Vorstand des Unternehmens zeigt sich mit dieser Entwicklung sehr zufrieden.

Volatile Aktienmärkte und historisch niedrige Zinsen erschweren die Kapitalanlagetätigkeit in der gesamten Branche. Vor diesem Hintergrund ist die erwirtschaftete Nettoverzinsung von 3,4 Prozent, die zu einem Kapitalanlageergebnis von 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,4 Mio. Euro) führt, als umso erfreulicher einzustufen. „Eine konservative Anlagepolitik, verbunden mit langen Laufzeiten, zahlt sich in dieser für die Kapitalanlagetätigkeit schwierigen Zeit aus“, betont Schnieders.

Die Alterungsrückstellungen werden als die Demografievorsorge der Privatversicherten bezeichnet. Hierzu bauen die Privatversicherten schon in jungen Jahren kapitalgedeckte Rückstellungen auf. Die Provinzial Krankenversicherung weist zum Jahresende 2015 Alterungsrückstellungen in Höhe von 248,4 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von 18,6 %.

Insgesamt erzielte die Provinzial Krankenversicherung einen Rohüberschuss in Höhe von 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro) und weist damit ein sehr erfreuliches Ergebnis aus.

Neben den Bilanzkennzahlen sprechen auch die hervorragenden Urteile verschiedener Ratingagenturen für die ausgezeichnete wirtschaftliche Situation des Unternehmens. So wurde das Unternehmen im aktuellen „map-report“ mit der bestmöglichen Auszeichnung „mmm“ (hervorragend) bewertet. Neben den Bilanz- sowie den Servicekennzahlen wird auch die Beitragsentwicklung untersucht. Im „M&M Rating KV-Unternehmen“ hat die Provinzial eine ebenfalls ausgezeichnete und somit bestmögliche Bewertung erhalten.

Ausblick 2016

„Auch für 2016 erwarten wir ein Wachstum auf Personenebene. Wir werden vor allem von der anhaltenden Dynamik in der Pflegezusatzversicherung profitieren. Um die weiterhin bestehende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Zusatzversicherungen zu befriedigen, wurde das Produktportfolio zudem um leistungsstarke Zahnzusatzversicherungen ergänzt. Wir können so optimal auf die Bedürfnisse am Markt eingehen. Qualifiziertes Wachstum sowie eine seriöse und nachhaltige Unternehmenspolitik bilden auch für 2016 eine solide Basis, auf der wir aufbauen können“, resümiert Manfred Schnieders.

Wesentliche Eckdaten zur ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe finden Sie hier:
Zahlen auf einen Blick

 

Ansprechpartnerin für die Presse:
Sandra Kühling
ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG
Theodor-Heuss-Str. 96
49377 Vechta
Tel. 04441/905-155
Fax: 04441/905-473
sandra.kuehling@alte-oldenburger.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.