Cybergefahren: Damit das weltweite Netz nicht zur Falle wird

Ob regelmäßige Teams-Meetings, das endlose Scrollen durch Instagram und Facebook, das Bingewatching auf Netflix oder auch nur der schnelle Einkauf über Amazon – spätestens seit den Corona-Lockdowns ist wohl auch dem Letzten klar, wie unverzichtbar das Internet geworden ist. Doch so praktisch und hilfreich es ist, verstecken sich hier auch Cybergefahren. Welche das sind und wie Sie sich am besten dagegen schützen können, erklären die VGH Versicherungen.

Zwischen blinkenden Pop-Ups und täuschend echten Phishing-Mails ist es manchmal schwer zu unterscheiden, wer einem wohlgesonnen ist und wessen Absichten schaden können. „Die meisten sind sich des Risikos durchaus bewusst“, sagt Aileen Quast, Direktionsbeauftragte Cyberversicherung der VGH. „Nur neun Prozent der Deutschen klicken sich sorglos durchs Internet.“ Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland im Auftrag der VGH und anderer öffentlicher Versicherer.

Cybergefahren: Vier von zehn Internetnutzern schon betroffen

Aileen Quast - VGH- Direktionsbeauftragte klärt zu Cybergefahren und Cyberversicherungen auf
VGH-Expertin Aileen Quast (Foto: Privat)

„Mit ihren Bedenken liegen die Leute durchaus richtig“, sagt Aileen Quast. „Fast 40 Prozent aller privaten Internetuser waren schon einmal Opfer von Cyberangriffen.“ Dies offenbarte eine Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Laut den Ergebnissen der öffentlichen Versicherer sichern sich trotzdem gerade einmal zwei Prozent der Befragten mithilfe einer Cyberversicherung ab. Wie kommt das? „Vielen ist nicht bekannt, was eine Cyberpolice für Privatleute leistet“, erklärt die VGH-Expertin. Zum Beispiel wussten 70 Prozent der Befragten nicht, dass eine Cyberversicherung auch für Betrugsfälle beim Onlineshopping aufkommt. Wer im Internet einen Artikel ersteht, der niemals ankommt, kann Schadensersatz geltend machen.

Immer erreichbar – immer in Gefahr?

Cybergefahren - Cyberversicherung - Rentner
Wird die eigene Identität gestohlen und missbraucht, ist das für Betroffene eine schlimme Erfahrung. (Foto: VöV)

Hieran zeigt sich, dass gerade Privatpersonen annehmen, unter Internetrisiken fielen nur klassische Hackerattacken. Doch auch der Betrug beim Onlineshopping und virenkorrumpierte Systeme werden als Cybergefahren gewertet. Die Gelegenheiten, im Netz einmal falsch abzubiegen, häufen sich zudem mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones und Tablets. Heutzutage trägt fast jeder mindestens ein mobiles Endgerät mit sich herum und ist somit nicht nur ständig erreichbar, sondern auch in der chronischen Versuchung, sich durchs Internet zu klicken.

Bei Cybermobbing muss schnell gehandelt werden

Insbesondere bei den Digital Natives – also der Altersgruppe, die von Geburt an in einer digitalen Welt aufgewachsen ist – ist Cybermobbing ein weitverbreitetes Problem. Aber auch bei älteren Generationen kann diese perfide Art der Häme schnell bleibende Schäden hinterlassen. Das Fatale an Cybermobbing ist, dass es nicht aufhört, sobald man Zuhause ist, wo man sich sicher und geschützt fühlen sollte. Im Gegenteil: Oft finden die schlimmsten Stunden erst hier statt, wenn man Zeit hat, sich in sozialen Netzwerken zu bewegen. „Selbst in diesem Fall kann eine Cyberversicherung helfen“, sagt Aileen Quast. „Sie erstattet die Kosten für ein psychologisches Erstgespräch, die man sonst häufig selbst tragen muss.“ Diese Unterstützung hielten sogar nur 13 Prozent der Befragten für möglich.

Die YouGov-Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.035 Personen am 26. und 27. September 2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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