Gefahrenquelle Grill: Sicherheitstipps für das Barbecue

Wenn die Temperaturen steigen, holen viele hierzulande den Grill aus dem Keller und brutzeln, was das Zeug hält. Außerdem hat die Fußball-Europameisterschaft begonnen – ein Grund mehr, sich auf gegrillte Würstchen, Steaks & Co. zum Spiel zu freuen. Bei aller Begeisterung sollten Hobby-Grillmeister aber ein paar Sicherheitstipps beachten, damit das Barbecue- und Fußballvergnügen nicht durch einen Unfall getrübt wird.

Zu den häufigsten Ursachen für Grillunfälle gehört die unsachgemäße Verwendung von Brandbeschleunigern. „Auf keinen Fall sollte man Spiritus oder Benzin verwenden“, sagt Lutz Hennig, Experte für Schadenverhütung bei den VGH Versicherungen. Durch die entstehende Stichflamme können die um den Grill versammelten Personen schnell Verletzungen davontragen. Am sichersten ist es, ganz auf Brandbeschleuniger zu verzichten und die Kohle mit genügend Vorlaufzeit zum Glühen zu bringen. Wem das nicht schnell genug geht, der sollte beim Einkauf von Grillanzündern auf sichere und geprüfte Qualität achten, die in der Regel durch DIN- oder GS-Zeichen dokumentiert wird. Wichtig: Nach der großen Schlemmerei darf man die Kohle erst entsorgen, wenn sie ganz ausgekühlt ist.

Grill sicher positionieren

Für den Grill ist ein sicherer und windgeschützter Stand wichtig. Der Untergrund sollte feuerfest sein – gut eignen sich zum Beispiel Terrassen. In der näheren Umgebung haben brennbare Gegenstände wie Sonnenschirme oder Tischdecken nichts zu suchen. Hilfreich ist es hingegen, einen Feuerlöscher oder Sand in greifbarer Nähe zu haben. Rennt man zum Beispiel im Siegestaumel den Grill um, kann man so schnell reagieren, wenn ein Gegenstand Feuer fängt. Ebenfalls zu den wichtigsten Sicherheitstipps zählt Lutz Hennig: „Gerät etwas Fettiges in Brand, sollte man auf keinen Fall Löschversuche mit Wasser unternehmen. Sonst kann es zu einer gefährlichen Fettexplosion kommen!“

Richtig abgesichert bei Unfällen

Sicherheitstipps - Grillsaison - Grillunfälle -Stichflamme
Wer beim Grillen Spiritus als Brandbeschleuniger verwendet, kann sich und andere durch die Stichflamme schwer verletzen. Foto: VöV

Gerade Kinder sind beim Grillen gerne ganz nah dran am Geschehen. Eltern sollten daher auch beim spannendsten Fußballspiel darauf achten, dass die Jüngsten genügend Abstand zum heißen Grill halten. Dennoch kann es natürlich immer zu Unfällen oder Verletzungen kommen. Da Freizeitunfälle nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt sind, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung. „Damit sind Kosten für eventuelle dauerhafte gesundheitliche Folgeschäden abgesichert“, weiß VGH-Experte Hennig. Fangen eigene Gartenmöbel oder Tischdecken Feuer, hilft die Hausratversicherung. Für Schäden an Gegenständen der Gäste kommt die private Haftpflichtversicherung auf.

Mit einigen Sicherheitsvorkehrungen und etwas Rücksichtnahme auf die Nachbarn steht dem sommerlichen Grillvergnügen dann nichts mehr im Wege.

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