Heimelektronik vor Überspannung schützen

Sommergewitter bringen WM-Abende vor dem Fernseher in Gefahr

Ob Public Viewing oder privates Fanfest: Heiße Fußball-Leidenschaft und kalte Getränke – das A und O für einen gelungenen WM-Sommer. Worauf viele aber gerne verzichten würden, sind die typischen Sommergewitter. Diese können während der Übertragung eines Spiels nicht nur die Geduld der Fußball-Fans auf die Probe stellen, sondern auch die Elektronik im Haus und vor allem den unverzichtbaren Fernseher erheblich beschädigen.

Als Sommergewitter bezeichnet man Gewitterfronten, die durch das Aufsteigen und Abkühlen feuchtwarmer Luftmassen besonders häufig im Sommer entstehen. Die Entladung der Spannung in Gewitterwolken tritt in Form von Blitzen auf. Fernseher, Kühlschränke, aber auch Computer samt gespeicherter Daten können durch die beim Blitzschlag auftretende Überspannung zerstört werden. Ein Blitzeinschlag kann sogar Brände, beispielsweise im Dachstuhl, verursachen.

Blitzschlag gefährdet den Fußballabend

Schlägt ein Blitz ein, schießen für Sekundenbruchteile mehrere tausend Volt Überspannung durch die Leitung, weit mehr als die normale Netzspannung von 220 Volt. Diese Kraft ist so gewaltig, dass sogar Blitze, die in der Nachbarschaft einschlagen, die eigenen elektrischen Geräte schädigen können. „Über Leitungen, Kabel und das Erdreich kann die Überspannung auch das Stromnetz anderer Häuser erreichen und noch in mehreren hundert Metern Entfernung Schäden anrichten“, weiß Lutz Hennig, Schadenverhütungsexperte bei den VGH Versicherungen.

Blitzableiter können nicht immer vor Schäden am Gebäude oder an elektrischen Geräten schützen. Daher sollte man neben einem Blitzableiter außen am Haus auch für einen guten inneren Überspannungsschutz sorgen. Dieser sollte aus drei Komponenten bestehen: einem Blitzstromableiter, einer Überspannungsschutzeinrichtung im Stromverteilerkreis und einem Endgerätschutz.

MehrWetter-App warnt

Damit man an einem spannenden Fußballabend nicht plötzlich „in die Röhre guckt“, weil die Heimelektronik einem Sommergewitter zum Opfer gefallen ist, gehört die Vorsorge mit einer Hausratversicherung und bei Hauseigentümern mit einer Wohngebäudeversicherung zum Pflichtprogramm. Von einer weiteren Form der Vorsorge können Kunden der VGH profitieren. Der niedersächsische Marktführer bietet seinen Versicherten für Smartphones und Tablets die App „MehrWetter“ an. Sie versorgt die Nutzer kostenlos und deutschlandweit mit aktuellen Informationen und Services rund ums Wetter. Bei drohenden Unwettern erhalten die Versicherten umgehend postleitzahlgenaue Warnungen für individuell wählbare Orte. Dadurch haben sie frühzeitig die Möglichkeit, bei einem aufziehenden Gewitter, Hagelsturm oder lokalem Starkregen geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: etwa die Familie in Sicherheit zu bringen, die Markise einzuziehen oder die Netz-, Antennen- und Telefonstecker zu ziehen – noch immer der wirksamste Schutz vor Überspannungsschäden. Allerdings scheint diese Lösung angesichts der Aussicht auf spannende Fußballabende vor dem Fernseher keine allzu attraktive Alternative zu sein.

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