Kamin- und Kachelöfen: Brände in der Heizsaison

Die Sommerzeit ist vorbei, der Herbst da – und mit ihm die Heizsaison. Zu dieser Jahreszeit steigt regelmäßig die Zahl der Brände im Zusammenhang mit Kamin- und Kachelöfen.

„Ursachen sind zum einen Mängel und Versäumnisse, zum anderen wird die Strahlungswärme häufig unterschätzt“, erklärt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS), einer Einrichtung der öffentlichen Versicherer, zu denen auch die VGH gehört.

Heizsaison: Elf Millionen zusätzliche Brandrisiken

In Deutschland gibt es nach Angabe des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks derzeit mehr als elf Millionen sogenannte Einzelraumfeuerstätten für feste Brennstoffe. Sie werden vor allem als zusätzliche Wärmequelle genutzt. Ein Schadenszenario, dem die Brandursachenermittler des IFS häufig begegnen, ist der Korb mit Brennholz, der zu nah am Ofen gestanden hat. Auch Polstermöbel werden manchmal nicht weit genug vom Kaminofen aufgestellt.

Mindestabstände einhalten und richtig befeuern

Brandgefahr durch Kamin- und Kachelöfen in der Heizsaison - worauf Sie achten sollten
Falsche Befeuerung, Installation und Wartung von Kamin- und Kachelöfen … (Foto: iStock / MachineHeadz)

Wie groß der Abstand mindestens sein muss, variiert stark von Anlage zu Anlage und steht in der Bedienungsanleitung. Dort beschreiben die Hersteller außerdem die korrekte Befeuerung. Um einen Brandausbruch zu vermeiden, müssen auch diese Hinweise unbedingt befolgt werden. Wird ein Ofen falsch befeuert, so kann die Nennwärmeleistung erheblich überschritten werden. „Dann steigt auch die Strahlungswärme und damit die Gefahr, dass Gegenstände in der Nähe entzündet werden“, erklärt Drews.

Zu Brandausbrüchen kommt es außerdem häufig, weil schon bei der Montage eines Ofens und dessen Abgasanlage die Mindestabstände nicht eingehalten wurden. Wie viel Raum zwischen dem Ofenrohr und brennbaren Baustoffen liegen muss, hängt ebenfalls von der Anlage ab. Die Angaben sind in den Feuerungsverordnungen der Bundesländer festgelegt. Ob sie eingehalten wurden, prüft der Schornsteinfeger bei der Abnahme des Ofens.

Schornsteinfeger prüft korrekte Installation und Wartung

Heizsaison - Kamin- und Kachelöfen - Brandgefahr
… kann schnell in einer Katastrophe enden. (Foto: iStock / Michael Stifter)

Die Betriebs- und Brandsicherheit muss vom Fachmann darüber hinaus zweimal innerhalb von sieben Jahren bei der sogenannten Feuerstättenschau überprüft werdenam besten jeweils vor der Heizsaison. „Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, was für Ihren Ofen notwendig ist“, rät Drews. „Eine falsch installierte Anlage oder nicht gekehrte Abgaswege bedeuten eine erhebliche Brandgefahr unter Ihrem Dach.“

 

Ansprechpartnerin:
Ina Schmiedeberg
Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V.
Tel. 0431.7757810
schmiedeberg@ifs-ev.org

 

Über das IFS:
Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit zehn Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht hauptsächlich Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Über die VGH Versicherungen:
Die VGH ist der größte öffentliche Versicherer in Niedersachsen – mit einem lückenlosen Angebot an Schaden- und Personenversicherungen. Rund 4.600 Mitarbeiter sind direkt oder indirekt für den regionalen Marktführer tätig, darunter etwa 450 VGH-Vertreter und ihre Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem zweiten Vertriebspartner, den Sparkassen, bilden sie ein flächendeckendes Servicenetz zur Betreuung von rund 1,8 Millionen Kunden. Nicht nur als Versicherer und Arbeitgeber, auch als Sponsor zahlreicher Projekte und Programme im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich engagiert sich die VGH traditionell für die Menschen in ihrem Geschäftsgebiet.

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