Krankenversicherungsgruppe der VGH erzielt weiterhin gute Geschäftsergebnisse

Bilanz 2016: ALTE OLDENBURGER und Provinzial Krankenversicherung trotz schwierigen Marktumfelds weiterhin im Aufwind

Auch im Jahr 2016 konnte sich die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe positiv entwickeln – und das trotz anhaltenden Niedrigzinses am Kapitalmarkt und erschwerter Rahmenbedingungen für den Verkauf von privaten Krankenvollversicherungen. „Dank unserer nachhaltigen und ertragsorientierten Geschäftspolitik konnten wir auch in einem schwierigen Marktumfeld im Jahr 2016 weiter wachsen und unsere Marktposition stärken“, freut sich Manfred Schnieders, Vorstandsvorsitzender der Krankenversicherungsgruppe.

Die ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe, die mehrheitlich zu den VGH Versicherungen gehört, besteht aus den beiden operativen Unternehmen ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG und Provinzial Krankenversicherung Hannover AG. Beide Unternehmen konnten im Geschäftsjahr ihre Beitragseinnahmen und ihren Kundenbestand weiter ausbauen. „Wir freuen uns insbesondere darüber, dass wir im Vollversicherungsbereich entgegen dem Markttrend mit beiden Unternehmen weiter wachsen konnten. Dies bestätigt unsere solide Produktpolitik ebenso wie unseren hervorragenden Service“, so Schnieders. Das Beitragsvolumen konnte innerhalb der Krankenversicherungsgruppe um 3,8 Prozent auf 290,0 Mio. Euro gesteigert werden. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle haben sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß weiter erhöht und liegen zum Jahresende bei 153,5 Mio. Euro (Vorjahr: 148,4 Mio. Euro).

Solide Renditen im Niedrigzinsumfeld

Als positiv werden auch die erzielten Kapitalanlageergebnisse bewertet. Mit einer Nettoverzinsung von mehr als 3,0 Prozent weisen die beiden Unternehmen eine solide Rendite im weiterhin bestehenden Niedrigzinsumfeld aus. „Die gezielte Diversifikation des Anlageportfolios, aber auch die überdurchschnittlich lange Duration der Kapitalanlagen im Bestand bieten unseren Unternehmen Sicherheit in der anhaltenden Niedrigzinsphase“, erklärt Schnieders. „Davon profitieren vor allem unsere Kunden!“

Krankenversicherungsgruppe mit erfreulichen Jahresergebnissen

Manfred Schnieders
Manfred Schnieders (Foto: Patrice Kunte)

Zusammenfassend weisen ALTE OLDENBURGER und Provinzial Krankenversicherung erfreuliche Jahresergebnisse aus, die eine solide Basis bilden, um einen optimistischen Blick in die Zukunft zu richten. „Die Bundestagswahl wird im Jahr 2017 wieder für mediale Diskussionen über die private Krankenversicherung und das Gesundheitssystem im Allgemeinen sorgen. Wir sehen uns gut gerüstet, um den daraus resultierenden Herausforderungen sowie den Anforderungen der Branche und des Kapitalmarktes gerecht zu werden. Im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung haben wir im Jahr 2016 durch die Einführung der Apps ‚MeineAO‘ und ‚VGH Gesundheit‘ bereits wichtige Weichen gestellt. In diese Richtung werden wir uns auch in den nächsten Jahren fokussiert weiterentwickeln“, so Schnieders.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

ALTE OLDENBURGER weiterhin exzellent

Das Kerngeschäft der ALTE OLDENBURGER liegt im Segment der privaten Krankenvollversicherungen. Hierbei ist das Unternehmen als bundesweiter Maklerversicherer tätig. Dass sich der Absatz von privaten Vollversicherungen seit einigen Jahren schwierig gestaltet, spiegeln auch Branchenzahlen wider, die belegen, dass der Bestand an Vollversicherungskunden rückläufig ist. Erfreulicherweise konnte die ALTE OLDENBURGER ihren Bestand an vollversicherten Kunden im Jahr 2016 entgegen diesem Trend um 381 Personen ausbauen. Dies spricht für die gute Qualität der Produktlinien, die sich besonders durch ihre vergleichsweise hohe Beitragsstabilität auszeichnen.

Die Beitragseinnahmen konnten zum Jahresende 2016 um 3,8 Prozent auf ein Volumen von 222,3 Mio. Euro gesteigert werden. Auch die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sind angestiegen. Diese liegen im Geschäftsjahr bei 123,6 Mio. Euro und sind somit um lediglich 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Sowohl die verstärkte Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen als auch der medizinische Fortschritt führen dazu, dass im gesamten Krankenversicherungsmarkt seit Jahren steigende Leistungsausgaben verzeichnet werden.

Kostenbewusstes und effizientes Arbeiten lässt sich durch eine niedrige Kostenquote belegen. Die ALTE OLDENBURGER weist im Geschäftsjahr – wie auch schon in den Vorjahren – eine Verwaltungskostenquote von 1,7 Prozent aus und liegt somit deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Auch die Abschlusskostenquote liegt mit 4,7 Prozent auf einem traditionell niedrigen Niveau.

Bis zum Jahresende konnte das Kapitalanlagevolumen weiter ausgebaut werden und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 1,6 Mrd. Euro. „Die Nullzinspolitik der EZB erschwert die Neuanlage von Kapitalanlagen. Deswegen sehen wir es als Bestätigung unserer Anlagepolitik, dass wir in diesem schwierigem Umfeld eine Nettoverzinsung von 3,3 Prozent erzielen konnten“, betont Schnieders.

Die Rückstellung zur Deckung höherer Versicherungsleistungen im Alter (Alterungsrückstellungen) belaufen sich auf mittlerweile 1,4 Mrd. Euro. Jeder Privatversicherte spart in jungen Jahren diese kapitalgedeckten Rückstellungen an, um für den im Alter steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen vorzusorgen. Damit sei man laut Schnieders sehr gut aufgestellt, um die Beiträge auch im Alter möglichst stabil zu halten. Diese Finanzierungsform sei vor dem Hintergrund der herrschenden demografischen Veränderungen eine deutlich sinnvollere Methode, als die Umlagefinanzierung der GKV.

Unterm Strich erreicht die ALTE OLDENBURGER im Geschäftsjahr 2016 einen Rohüberschuss von 38,7 Mio. Euro. Davon werden 93 Prozent in Form von Beitragslimitierungen und rückerstattungen zu Gunsten der Versicherten verwendet.

Neben diesen erfreulichen Bilanzkennzahlen sprechen auch die im Jahr 2016 erzielten Ergebnisse bei unabhängigen Ratings und Analysen für die ausgezeichnete Unternehmensqualität der ALTE OLDENBURGER. So hat beispielsweise die unabhängige Ratingagentur Assekurata das Unternehmen bereits das 16. Mal in Folge mit der bestmöglichen Bewertung „A++ = Exzellent“ beurteilt. Und auch im „M&M Rating KV-Unternehmen“ sowie im „Charta Qualitätsbarometer“ erzielte das Unternehmen Platzierungen auf dem vordersten Rang.

Ausblick 2017

„Wir freuen uns, dass wir im Jahr 2016 solch gute Resultate erzielen konnten. Diese Ergebnisse bilden eine solide Grundlage für die Herausforderungen des laufenden Jahres. Weiterhin negativ wirkt sich das Niedrigzinsumfeld auf die Risikosituation aus. Hier konnten wir alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen vollends erfüllen. Durch unser solides Kapitalanlagemanagement sehen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt. Unsere Produkte sind solide, leistungsstark und sicher kalkuliert. Mit Hilfe dieser drei Merkmale, die sich auch auf das Unternehmen in Gesamtheit übertragen lassen, blicken wir optimistisch in die Zukunft und sehen uns gut gewappnet, um die Herausforderungen unserer Branche erfolgreich zu meistern“, resümiert Schnieders.

Private Pflegeversicherung Zugpferd bei der Provinzial Krankenversicherung

Die Provinzial Krankenversicherung konnte das Geschäftsjahr 2016 erneut mit einem guten Ergebnis abschließen. Die Beitragseinnahmen sind bis zum Jahresende um 3,9 Prozent auf ein Volumen von 67,8 Mio. Euro angestiegen. Das Unternehmen profitiert dabei insbesondere von der hohen Nachfrage nach Pflegezusatzversicherungen. „Private Pflegevorsorge ist noch immer ein wichtiges Thema. Mit unseren Tarifen ‚VGH Pflege Bahr‘ und ‚VGH Pflegeflex‘ bieten wir eine passende Antwort auf die vorhandene Versorgungslücke“, betont Schnieders.

Erwartungsgemäß sind die Ausgaben für Leistungsfälle weiter angestiegen. Bei der Provinzial Krankenversicherung liegen zum Ende des Berichtsjahres Aufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 29,9 Mio. Euro vor. Dies entspricht einem Anstieg von 11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Marktvergleich kann sich das Unternehmen mit einer nach dem PKV-Kennzahlenkatalog ermittelten Schadenquote vom 74,7 Prozent (Vorjahr: 71,3 %) erneut ausgezeichnet positionieren (Markt 2015: 78,9 %).

Auch der Bestand an versicherten Personen konnte gegenüber dem Vorjahr weiter ausgebaut werden. Mit einem Wachstum von 2,5 Prozent zeigt sich der Vorstand sehr zufrieden. Besonders erfreulich ist, dass das Unternehmen entgegen dem Markttrend auch im Vollversicherungsbereich weiter wachsen konnte (+ 0,5 %). Die Anzahl der zusatzversicherten Personen ist ebenfalls angestiegen, um 2,7 Prozent. Private Vorsorge, um die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken, liegt somit weiterhin im Trend.

Das Anlagemanagement wird weiterhin durch die volatilen Aktienmärkte sowie durch die anhaltenden Niedrigzinsen erschwert. „Unsere konservative Anlagepolitik und die langen Laufzeiten unserer Bestandspapiere helfen uns in diesem schwierigen Umfeld, weiterhin erfreuliche Ergebnisse zu erzielen“, betont Schnieders. Die Kapitalanlageerträge sind im Berichtsjahr auf 10,0 Mio. Euro angestiegen. Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 3,1 Prozent.

Privatversicherte bauen schon in jungen Jahren kapitalgedeckte Rückstellungen auf, um für den im Alter steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen vorzusorgen. Diese sogenannten Alterungsrückstellungen sind somit als Demografievorsorge zu sehen. Zum Jahresende 2016 weist die Provinzial Krankenversicherung Alterungsrückstellungen in Höhe von 283,7 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von 14,2 Prozent.

Insgesamt erzielte die Provinzial Krankenversicherung einen Rohüberschuss in Höhe von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro) und erreicht damit wiederum ein erfreuliches Ergebnis.

Die Bilanzkennzahlen bestätigen die gute wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Aber auch die Urteile verschiedener unabhängiger Ratingagenturen liefern überzeugende Ergebnisse für die Provinzial Krankenversicherung. So wurde beim aktuellen Unternehmensvergleich des Finanz- und Wirtschaftsdienstes „map-report“ die Auszeichnung „mmm“ (hervorragend) erzielt. Untersucht wurden die Beitragsentwicklung sowie Service- und Bilanzkennzahlen. Zugleich erhielt das Unternehmen im „M&M Rating KV-Unternehmen“ ebenfalls eine ausgezeichnete und somit bestmögliche Bewertung.

Ausblick 2017

„Für die anstehenden Herausforderungen, sei es die Bundestagswahl, die Nullzinspolitik der EZB oder neue aufsichtsrechtliche Regularien, sehen wir uns gut aufgestellt. Unsere Stärken sind unsere leistungsstarken Produkte sowie unsere Serviceorientierung. Vor allem über unsere Zusatzversicherungen erwarten wir ein Wachstum auf Personenebene. Dieses qualifizierte Wachstum, gepaart mit unserer nachhaltigen Unternehmenspolitik, lässt uns positiv in die Zukunft blicken“, resümiert Schnieders.

Hier finden Sie Zahlen auf einen Blick – die wesentlichen Eckdaten der Krankenversicherungsgruppe.

 

Ansprechpartnerin für die Presse:
Sandra Kühling
ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG
Theodor-Heuss-Str. 96
49377 Vechta
Tel. 04441/905-155
Fax: 04441/905-473
sandra.kuehling@alte-oldenburger.de

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