Reiseverzicht wegen Corona-Pandemie: Riskanter Urlaub im heimischen Garten

Auch das zweite Jahr der Corona-Pandemie lädt viele nicht zum Verreisen ein. Obwohl das Fernweh steigt, plant etwa jeder zweite Deutsche, seinen Sommerurlaub in der heimischen Umgebung zu verbringen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov Deutschland im Auftrag der VGH und anderer öffentlicher Versicherer. Doch auch im eigenen Garten warten Tücken und Risiken. Die VGH Versicherungen erklären, welche Schäden und Unfälle beim Reiseverzicht daheim passieren können und wie sich Urlauber dagegen schützen.

45 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie dieses Jahr ihren Urlaub daheim verbringen. Auch ohne Strand und Palmen gibt es viele Möglichkeiten, Spaß zu haben und sich zu erholen. Worüber sich die Wenigsten im Klaren sind: „Auch in der vertrauten Umgebung sind Missgeschicke schnell geschehen und können Schäden und Unfälle nach sich ziehen“, sagt Lutz Hennig, Schadenverhütungsexperte der VGH. „Denn gerade im Urlaub, wenn die Entspannung einsetzt, ist man meist weniger aufmerksam und unvorsichtiger. Das gilt auch für den Urlaub im eigenen Garten.“

Sommerlicher Reiseverzicht: Verletzungen bei der Gartenarbeit

Urlaub im eigenen Garten - Risiken im Garten vermeiden
Im Sommer steht Gartenarbeit hoch im Kurs. Einmal kurz nicht aufgepasst, kann es schnell zu erheblichen Verletzungen kommen. Heimgärtner sollten zum Beispiel immer auf geeignetes Schuhwerk achten. (Foto: VöV)

Urlaub zu Hause ist angesagt – also rein in die Gartenhandschuhe oder rauf aufs Trampolin. Gartenarbeit und Sport im heimischen Garten sind beliebt: Rund jeder dritte Befragte, der in diesem Sommer zu Hause bleibt, verbringt Zeit im Garten, wie die YouGov-Umfrage ergab. Doch bergen auch diese auf den ersten Blick harmlosen Aktivitäten bei Unachtsamkeit ihre Risiken.

„Eine Verletzung mit dem Gartenwerkzeug oder ein Sturz sind da keine Seltenheit und können Betroffene in ihrem Alltag erheblich einschränken“, warnt Lutz Hennig. Vorsicht ist also geboten. Heimurlauber sollten prüfen, ob sie eine Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben. Im Ernstfall unterstützt dann die Versicherung finanziell.

Riskanter Volkssport Grillen

Bei sommerlichen Temperaturen bietet sich ein entspannter Grillabend mit Freunden an – erst recht, wenn die Entscheidung für einen Reiseverzicht gefallen ist. Für immerhin 41 Prozent derjenigen, die in diesem Jahr nicht verreisen, steht Grillen ganz oben auf der Liste der Freizeitaktivitäten, so die YouGov-Umfrage.

Doch einmal kurz nicht aufgepasst, kann der Schaden erheblich sein: „Unkontrolliertes Feuer oder Stichflammen führen regelmäßig zu Verbrennungen oder Schäden an Haus, Gartenlaube oder der Markise“, warnt VGH-Experte Hennig. Das kann teuer werden, wenn kein Versicherungsschutz besteht. Sinnvoll ist hier eine Wohngebäudeversicherung, die für Schäden aufkommt, die rund um befestigte Gegenstände am oder im Gebäude entstehen. Über die Hausratversicherung können zum Beispiel die Gartenmöbel und der Sonnenschirm abgesichert werden.

Tatort Garten: Einbrecher und Diebe gehen um

Reiseverzicht - Corona-Pandemie - Risiken im Garten
Auch ohne Strand und Palmen gibt es daheim viele Möglichkeiten zu entspannen. Doch auch hier lauern Risiken. (Foto: VöV)

Um es sich während des Urlaubs im heimischen Umfeld besonders schön zu machen, greifen viele Menschen tief in die Tasche und investieren in ausgefallene Spielgeräte und hochwertige Gartenmöbel. Das wissen auch Einbrecher und Diebe. Schutz kann hier ebenfalls die Hausratversicherung bieten.

„Damit auch bei Reiseverzicht einem entspannten Sommer nichts im Wege steht, sollten Heimurlauber frühzeitig mit ihrem Versicherungsberater die eigene Hausratpolice prüfen, vor allem auf Aktualität der Versicherungsbedingungen und auf Tarifvarianten, die zusätzlich versicherbare Risiken wie das Garteninventar einschließen“, empfiehlt Lutz Hennig. Als führender Regionalversicherer in Niedersachsen bietet zum Beispiel die VGH ein Spezialpaket an, über das auch Gartenmöbel und -geräte inklusive Mähroboter, die Gartendekoration und der Grill sowie Kinderspielzeug, Schaukel & Co. optimal gegen Schäden durch Feuer, Sturm, Blitz und Diebstahl versichert sind.

Schädigung Dritter

VGH Experte Lutz Hennig gibt Tipps zur Schadenverhütung beim Urlaub im eigenen Garten
VGH-Experte Lutz Hennig (Foto: Insa Hagemann)

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder besitzen, der nicht familienmitversichert ist. Sie greift und hilft finanziell, sobald einem Dritten Schaden zugefügt wird. Im heimischen Umfeld kann das zum Beispiel passieren, wenn Kinder Schabernack treiben oder man ganz klassisch das Rotweinglas umstößt, dessen Inhalt sich über die Kleidung der Gäste ergießt und dort zu hartnäckigen Flecken führt.

„Solche Unfälle und Missgeschicke passieren natürlich nicht alle auf einmal, aber häufiger als man denkt, und das kann teuer werden“, weiß Lutz Hennig. „Prüfen Sie am besten vor Beginn der Urlaubszeit, wie umfassend Ihr Versicherungsschutz greift. Im Zweifelsfall hilft Ihnen Ihr VGH-Berater, eine fehlende Versicherung abzuschließen oder einen Baustein zu einer bestehenden Versicherung hinzu zu buchen.“

Die Befragung

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.049 Personen zwischen dem 10. und 12. Mai 2021 teilnahmen. Die Gesamtergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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