Üben, üben, üben: den Schulweg mit angehenden Erstklässlern rechtzeitig trainieren

In Niedersachsen gehen die Sommerferien in die Halbzeit. Für viele Kinder beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt: die Schule. Bevor es mit Schultüte und Tornister zum ersten Mal losgeht, sind viele angehende Erstklässler schon wochenlang aufgeregt. Schließlich stehen mit Hausaufgaben, neuen Mitschülern und neuer Umgebung einige Veränderungen für sie an. Das Schulgebäude kennen die meisten dann bereits, etwa von einem Tag der offenen Tür. „Aber auch den Schulweg sollten Eltern mit ihren Kindern frühzeitig üben“, rät Kerstin Garbe, Expertin für Unfallversicherungen bei der VGH.

Schließlich erweitert sich mit der Einschulung häufig auch der Bewegungsspielraum. Viele Kinder gehen ab dem Grundschulalter allein oder mit Freunden zur Schule oder zum Schulbus. Vorher sollte der Weg aber mit Mama oder Papa gemeinsam geübt werden. „Gerade kleine Kinder sind es noch nicht gewöhnt, sich im Straßenverkehr zu bewegen“, sagt Kerstin Garbe. Den Überblick zu behalten und Gefahren richtig einzuschätzen, ist gar nicht so einfach. Kinder lassen sich im Straßenverkehr schnell ablenken und können die Folgen ihres eigenen Verhaltens oder des Verhaltens der anderen noch nicht so gut abschätzen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihre Kinder bestmöglich vorbereiten und gemeinsam mit dem Kind den sichersten Weg zur Schule oder zum Bus aussuchen.

Sicher unterwegs auf dem Schulweg

Schulweg üben
Auf dem Schulweg müssen insbesondere Anfänger aufpassen. Eltern sollten vorher mit ihren Kindern das richtige Verhalten üben. (Foto: VöV)

Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der beste, manchmal lassen sich mit einem kleinen Umweg mögliche Gefahren umgehen. „Wichtig ist es, Straßen nur an geeigneten Stellen zu überqueren“, sagt die VGH-Expertin. Dazu zählen Fußgängerampeln oder Zebrastreifen. An Ampeln gilt es, immer auch auf abbiegende Autos und Lkw zu achten. Und da nicht alle Fahrer an Zebrastreifen halten, sollten Kinder Blickkontakt mit ihnen aufnehmen und erst loslaufen, wenn die Autos wirklich stehen. Auf dem Bürgersteig sollten Kinder innen gehen, nicht am Straßenrand. Am besten machen es die Eltern mit gutem Beispiel vor und zeigen ihrem Nachwuchs, worauf zu achten ist. Später können Kind und Eltern die Rollen tauschen und der Nachwuchs zeigt, was er schon gelernt hat.

Auf helle und reflektierende Kleidung achten

Auch wenn ein Kind noch so vorsichtig ist: Wird es von anderen Verkehrsteilnehmern nicht gesehen, hat es schlechte Karten. „Bei der Tornister-Auswahl ist darauf zu achten, dass dieser Reflektoren besitzt und möglichst in leuchtenden Farben gehalten ist“, empfiehlt Kerstin Garbe. Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Kinder helle oder reflektierende Kleider tragen. Optimal ist es, eine Warnweste überzuziehen. Diese gibt es bereits für wenig Geld und erhöht die Sichtbarkeit.

Wenn dem Kind auf dem Weg zur Schule oder in der Schule bei allen Vorsichtsmaßnahmen doch einmal etwas passiert, ist es durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Diese greift allerdings nicht in der Freizeit oder wenn der Schulweg unterbrochen wurde. Möchten Eltern ihr Kind auch in solchen Fällen abgesichert wissen, können sie eine private Unfallversicherung abschließen. Nähere Informationen gibt es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.