Smartphone-Akkus: brandgefährliche Alltagsbegleiter

Portemonnaie, Schlüssel und Smartphone … Ohne diese Gegenstände gehen heute die wenigsten aus dem Haus. Das Handy ist längst zum alltäglichen und für viele unverzichtbaren Begleiter geworden.

78 Prozent der Deutschen nutzen laut Branchenverband Bitkom ein Smartphone. Mit Hilfe der kleinen Computer lässt sich einiges machen: fotografieren und filmen, im Internet surfen, Messenger-Dienste und andere Apps nutzen oder auch ganz klassisch telefonieren. Nutzer vergessen dabei manchmal, dass ihre mobilen Helfer mit leistungsstarken Smartphone-Akkus ausgestattet sind. Tipps zum sorgsamen Umgang gibt Lutz Hennig, Experte für Schadenverhütung bei den VGH Versicherungen.

Lutz Hennig
Bei der VGH für Schadenverhütung und Brandschutz zuständig: Lutz Hennig (Foto: VGH)

„In vielen Geräten stecken Lithium-Ionen-Akkus – nicht nur in Smartphones, sondern zum Beispiel auch in Tablets oder Elektrofahrrädern“, sagt Hennig. „Diese Akkus haben eine hohe Energiedichte und können deshalb unter bestimmten Umständen auch gefährlich werden.“ Denn durch technische Mängel oder bei unsachgemäßem Gebrauch können sie sich so erhitzen, dass ein Brand entsteht. „Gerade bei täglichen Gebrauchsgegenständen wird diese Gefahr oft unterschätzt, und es schleicht sich eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit den Akkus ein“, so der VGH-Experte.

Richtiges Zubehör ist wichtig

Das gilt insbesondere beim Laden der Smartphone-Akkus – schließlich ist das eine nahezu tägliche Routine für Handy-Besitzer. Wichtig: Hierfür sollten ausschließlich kompatible und für das eigene Gerät vorgesehene Ladegeräte und -kabel verwendet werden. Mit Vorsicht zu genießen sind so genannte Universalladegeräte, da sich an diesen Produkten versehentlich auch eine falsche (zu hohe) Ladespannung einstellen lässt. „Zudem empfiehlt es sich, das Handy nicht in der Nacht oder während eigener Abwesenheit zu laden“, rät Lutz Hennig. Grundsätzlich sollten Smartphone-Akkus nach Beendigung des Ladevorgangs vom Ladegerät getrennt werden. Tabu sind während der Ladephase auch brennbare Materialien in der Nähe. So verhindern Handybesitzer, dass ein entstehendes Feuer sich im Fall des Falles schnell ausbreitet.

Bei Smartphone-Akkus auf Qualitätssiegel achten

Smartphone-Akkus - Brandgefahr
Damit aus Weiß nicht Schwarz wird: Mit Handy-Akkus sollte jeder sorgsam umgehen. (Foto: VöV)

Lithium-Akkus sollten keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden, weder Frost noch starker Hitze. Besitzer eines ebenfalls oft mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestatteten Elektrorades sollten zum Beispiel den Akku im Winter nicht in der unbeheizten Garage lagern, sondern im Haus. Ist ein Akku bereits sichtbar beschädigt oder beginnt der Akku sich aufzublähen, darf man ihn auf keinen Fall weiter nutzen. „Beim Kauf sollte man zudem unbedingt auf das GS-Siegel achten, das für geprüfte Sicherheit steht“, empfiehlt Fachmann Hennig.

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