Wenn der Partner stirbt: Was im Todesfall mit den Versicherungen geschieht

Für Hinterbliebene ist es mit Schmerz und Trauer verbunden, wenn der Lebensgefährte stirbt. Auch wenn manch einem dann nicht der Sinn danach steht, sich um organisatorische Dinge zu kümmern: Gerade in den ersten Tagen nach dem Tod des Partners gibt es einiges zu regeln. Das betrifft auch das Finanzielle. So müssen zum Beispiel die Versicherungen des Verstorbenen geprüft werden. Es gilt, die Versicherer so zeitig wie möglich über den Todesfall zu informieren.

Häufig wissen Hinterbliebene gar nicht so genau, welche Versicherungen der Verstorbene abgeschlossen hat. „Deshalb ist es hilfreich, wenn man bereits zu Lebzeiten eine Übersicht über seinen Versicherungsschutz aufstellt“, rät Christian Worms, Sprecher der VGH Versicherungen. Ist eine Lebensversicherung darunter, muss diese unverzüglich über den Tod des Versicherten unterrichtet werden. Die Versicherung benötigt hierzu in der Regel den Versicherungsschein, die Sterbeurkunde sowie den Nachweis über die Todesursache. „Diese Unterlagen kann man natürlich auch nachreichen“, sagt Worms. Die vereinbarte Versicherungssumme erhält nach dem Tod des Versicherten der im Vertrag genannte Bezugsberechtigte. Ist dort niemand angegeben, wandert das Geld in den Nachlass.

Manche Versicherungen enden automatisch

Auch alle anderen Versicherer müssen über den Tod informiert werden. Die meisten Personenversicherungen enden dann in der Regel automatisch, wie zum Beispiel Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherungen. Das gilt auch für die Privat-Haftpflichtversicherung. „War der Partner mit haftpflichtversichert und möchte den Vertrag auf eigene Rechnung fortführen, ist das meist kein Problem“, erklärt Christian Worms. Bei der privaten Krankenversicherung können Mitversicherte innerhalb von zwei Monaten nach dem Tod des Versicherungsnehmers erklären, dass sie die Versicherung für sich fortführen möchten.

Verträge nach dem Todesfall übernehmen

Todesfall - Trauernde Witwe
Nie einfach, aber unerlässlich: Wer den Partner verliert, muss kurzfristig auch den (gemeinsamen) Versicherungsschutz prüfen. depositphotos.com

Die Hausratversicherung geht auf den Partner über, wenn er weiter unverändert im gemeinsamen Haus oder der gemeinsamen Wohnung bleibt. „Wird der Hausstand allerdings aufgelöst, endet natürlich die Hausratversicherung“, erläutert der VGH-Sprecher. Bei der Wohngebäudepolice überträgt der Versicherer den Vertrag ebenfalls auf den Erben. Findet das Gebäude anschließend einen neuen Käufer, wird mit der Grundbuchumschreibung automatisch der Erwerber zum Versicherungsnehmer. Auch die Kfz-Police geht mit allen Rechten und Pflichten auf den Erben des Kfz über. Der Versicherer kann den Beitrag an den neuen Versicherungsnehmer anpassen.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Hinterbliebene bei den Beratern des jeweiligen Versicherers. Kunden der VGH finden ihre nächste Geschäftsstelle hier.

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