VGH Förderpreis Plattdeutsch: Projekte zur Förderung junger „Plattsnacker“ ausgezeichnet

Regionaldirektion Stade lobt erstmals kreativen Wettbewerb aus / Preisgelder für pfiffigste Ideen zur Mehrsprachigkeit

Die Gewinner des VGH Förderpreises Plattdeutsch stehen fest. In der Regionaldirektion Stade der VGH Versicherungen wurden heute die originellsten Konzepte prämiert, die Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren den Zugang zur niederdeutschen Sprache ermöglichen oder erleichtern. Der VGH Förderpreis Plattdeutsch ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Stade hatte die VGH Regionaldirektion den Wettbewerb 2015 erstmals ausgeschrieben.

Regionaldirektor Rüdiger Meyer, Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes, und Hans-Hinrich Kahrs, Fachberater Niederdeutsch/Die Region im Unterricht, stellten die Projekte öffentlich vor. Wie schwer den drei Juroren die Wahl der Gewinner fiel, zeigte die Vielfalt und Kreativität aller eingereichten Initiativen.

Über 1.500 Euro für den ersten Platz kann sich die Grundschule Steinkirchen freuen. Die Jüngsten überzeugten mit ihrer Idee, einen Audioweg durch das Alte Land mit zweisprachigen Hörstationen in Hoch- und Plattdeutsch für Kinder und Jugendliche zu erstellen. Besucher sollen die Audioguides in der Touristeninformation gegen Kaution ausleihen können.

Ein Preisgeld von 1.000 Euro erhält die Oberschule Apensen. Sie verdiente sich den zweiten Platz mit gleich drei pfiffigen Ideen. Die begeisterten „Plattsnacker“ entwickelten für das Tageblatt-Wetter-TV, ein Online-Angebot des Stader und Buxtehuder Tageblatts, einen plattdeutschen Wetterbericht. Für die Lebensmittelabteilung des Apenser REWE-Markts verfassten die Oberschüler zudem plattdeutsche Produktbeschreibungen. Und zum Tag der offenen Tür boten die Projektteilnehmer am Ende des Schuljahres schließlich eine plattdeutsche Schulführung an.

Mit 500 Euro für den dritten Platz würdigte die Jury die Arbeit der „Alfster Heimatfrünn“. Auch sie setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, vor allem den Jüngsten Spaß an plattdeutscher Sprache zu vermitteln. Nach dem Motto „Wie snackt platt mit groode Freud und mochen dat ok wietergeben“ engagieren sich derzeit neun Ehrenamtliche – unter anderem mit einer Plattdeutsch AG, Lesewettbewerben, Lesenächten und Theaterprojekten an der Grundschule Ebersdorf-Alfstedt, aber auch mit außerschulischen Aktivitäten auf Dorfabenden, Seniorennachmittagen, Geburtstagen und Hochzeiten.

Sechs weitere Schulen und die Kita „Villa Kunterbunt“ schafften es zwar nicht aufs Siegertreppchen, erhielten für ihre einfallsreichen Konzepte aber ebenfalls eine Anerkennung von jeweils 100 Euro.

Regional bezogene Kulturarbeit ist den VGH Versicherungen auch im Geschäftsgebiet Stade ein Herzensanliegen. Regionaldirektor Rüdiger Meyer: „Zwischen Elbe und Weser stoßen der Erhalt und die Wiederbelebung der plattdeutschen Sprache auf begeistertes Interesse. Die tollen Wettbewerbsbeiträge bestärken uns darin, den VGH Förderpreis Plattdeutsch für junge Menschen auch 2016 wieder auszuschreiben.“

In Frage kommen sowohl bereits umgesetzte Projekte als auch solche, die sich in der Planungsphase befinden. Ob Schulen, Kindergärten, Vereine, Jugendgruppen, Stiftungen, Museen oder andere Kultur- und Bildungseinrichtungen: Wer sich bewirbt, muss seinen Sitz im Gebiet der Landkreise Rotenburg (Wümme) und Stade haben. Die jeweils vorgeschlagene Maßnahme muss auch in diesen Landkreisen durchgeführt werden. Eingereichte Konzepte sollen möglichst einen konkreten Bezug zur Gegenwart und zur Heimat haben (Dorf, Stadt, Region).

Methoden und Medien, die dieses Ziel verfolgen, sind frei wählbar. Sie können zum Beispiel Text, Film, Fotografie, Tonbeiträge, Theaterstücke oder -szenen sowie Websites oder Software umfassen.

Nähere Informationen: VGH Versicherungen, Regionaldirektion Stade, Gaby Reich, Tel. 04141/987-6101, gaby.reich@vgh.de

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