VGH Regionaldirektion Göttingen: Positive Geschäftsentwicklung und Expansion nach Goslar

Bilanz 2012: Beitragseinnahmen steigen auf mehr als 103 Millionen Euro
Personelle Ausstattung und kundennaher Service werden 2013 gestärkt

„Die positive Entwicklung der letzten Jahre hat sich fortgesetzt.“ Dieses Fazit zog Ulf Hasse, Regionaldirektor der VGH Versicherungen für das Geschäftsgebiet der Regionaldirektion Göttingen. „In einem Marktumfeld, das insbesondere durch den demografischen Wandel mit starkem Verdrängungs-wettbewerb geprägt ist, ist es uns gelungen, die Beitragseinnahmen um 2,5 Prozent auf 103,7 Millionen Euro zu steigern. Die Zahl der Versicherungsverträge hat die VGH über alle Sparten hinweg um 1,0 Prozent auf insgesamt 346.400 ausgebaut.“

Autoversicherung stark im Plus
Besonders positiv entwickelte sich das seit Jahren hart umkämpfte Kraftfahrtgeschäft. Hasse: „Gerade im Kfz-Markt setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Marktführerschaft sich nicht allein über den Preis behaupten lässt. Insbesondere durch Kundennähe, schnelle Schadenregulierung und hohe Produktqualität konnte die Anzahl der versicherten Fahrzeuge um 3,3 Prozent auf 59.065 gesteigert werden. Die Beitragseinnahmen im Kfz-Bereich legten sogar um 6,6 Prozent auf 19,2 Mio. Euro zu. Der Marktanteil der VGH in dieser wichtigen Sparte der Schaden- und Unfallversicherungen stieg im Geschäftsgebiet der Regionaldirektion Göttingen um 2,8 Prozent auf 18,3 Prozent.

Impulsgeber der regionalen Wirtschaft
Leistungsstark zeigte sich die VGH 2012 vor dem Hintergrund der landesweit höchsten Schadens- belastung in der Unternehmensgeschichte. Ursachen waren insbesondere starker Frost, höhere Kfz- Haftpflichtschäden und eine Reihe größerer Brandschäden. Aus den von ihr betreuten Gebieten wurden der Regionaldirektion Göttingen im vergangenen Jahr rund 19.773 Schäden gemeldet. Die Kosten, die die VGH dafür übernahm, beliefen sich auf insgesamt 23,0 Mio. Euro. Ulf Hasse: „Genau in solchen Situationen zeigt sich die Verlässlichkeit und Finanzstärke eines öffentlichen Versicherers – dafür sind wir schließlich da.“ Der überwiegende Teil der Entschädigungen bleibt in der Region, da die Aufträge zur Schadensbeseitigung vor allem an örtliche Unternehmen vergeben werden. Aus fälligen Lebensversicherungen zahlte die VGH darüber hinaus ihren Kunden im Geschäftsgebiet Göttingen mehr als 20,0 Mio. Euro aus.

Expansion des Geschäftsgebietes, Bekenntnis zur Dezentralität
Als deutliches Bekenntnis zur Dezentralität wertet Ulf Hasse die Entscheidung der VGH, im Zuge einer organisatorischen Umstrukturierung innerhalb des Gesamtunternehmens den Standort Göttingen noch im Laufe dieses Jahres personell und fachlich zu stärken. Das bisherige Geschäftsgebiet der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode wird um den Landkreis Goslar ausgeweitet. Damit wächst das Geschäftsvolumen der Regionaldirektion auf künftig mehr als 122 Mio. Euro Beitragseinnahmen. Die Zahl der Kunden legt auf etwa 156.000 zu, die ihrer Verträge auf rund 418.000.

Auch als verlässlicher Arbeitgeber gewinnt die VGH durch die Aufwertung des Standorts regional an Gewicht. Die Zahl der Mitarbeiter im erweiterten Geschäftsgebiet wird auf 235 steigen, davon 63 in der Regionaldirektion. Den Kunden stehen künftig 41 VGH-Vertretungen sowie die Versicherungs-abteilungen von acht Sparkassen mit 110 Geschäftsstellen als Servicepartner der VGH zur Verfügung. „Ziel der Integration neuer Aufgaben und Arbeitsplätze ist es, die VGH in ihrer bewährten dezentralen Struktur zu stärken und die Betreuungsqualität für die Kunden weiter zu verbessern“, erläuterte Hasse.

Während sich viele Versicherer aus der Fläche zurückziehen, bleibt die VGH damit ihrem Geschäftsmodell als größter öffentlicher Versicherer in Niedersachsen treu. Hasse: „Die regionale Präsenz der VGH ist und bleibt das Fundament unseres Erfolges. Wir sind in der Region der einzige Versicherer mit entsprechender Infrastruktur, mit eigenen Vertretern und Versicherungsabteilungen in den Sparkassen, mit einheimischen Schadensregulierern und einer individuellen Beratung auch zur Schadensverhütung. Kein Kunde hat es weiter als fünfzehn Minuten zum nächsten persönlichen Ansprechpartner. Mit diesem servicestarken Geschäftsmodell bauen wir seit 263 Jahren unseren Vorsprung im Markt aus und sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Gesellschaftliches Engagement
Nicht nur als Versicherer und Wirtschaftsfaktor, auch als Sponsor zahlreicher Projekte und Programme im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich engagiert sich die VGH traditionell für die Menschen vor Ort. Im Geschäftsgebiet der Regionaldirektion Göttingen unterstützt der öffentliche Versicherer unter anderem zahlreiche Sportturniere. Als aktuelle Beispiele nannte Ulf Hasse den VGH-Cup für Nachwuchsreiter sowie im Fußball den VGH Fairness-Cup, den 2012 erstmals durchgeführten VGH Girls-Cup für junge weibliche Fußballtalente und den Sparkasse & VGH-Cup sowie viele regionale Veranstaltungen, die insbesondere durch die Vertriebspartner vor Ort gefördet werden.

Kulturförderung findet vor allem durch die VGH-Stiftung statt, die durch die Regionaldirektion vor Ort repräsentiert wird. Exemplarisch führte Hasse die Literaturfesttage, das Krimifestival und den seit Jahren beliebten „Julius-Club“ an, ein Lese- und Schreibförderprogramm für Kinder und Jugendliche.

Dringender Handlungsbedarf: Elementarschäden durch Wetterextreme

Vollgelaufene Keller, überschwemmte Wohnungen, zerstörter Hausrat: Bedingt durch den Klimawandel stellen Starkregen, Gewitterstürme und Hochwasser ein wachsendes Risiko für Gebäudebesitzer und Mieter dar – auch in Niedersachsen, und zunehmend auch fernab von Flüssen. Das zweite „Jahrhunderthochwasser“ innerhalb von nur elf Jahren bestätigte im Juni 2013 die Expertenprognose mit Schäden, deren Kosten noch höher liegen als bei der Elbeflut 2002 – und Pegelständen, die seit 500 Jahren nicht mehr gemessen wurden. Ulf Hasse: „Für die Bürger heißt das: so weit wie möglich privat vorsorgen. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Schadensersatz bei Naturkatastrophen eine staatliche Leistung sei.“ Hilfsfonds wie der jüngst von Bund und Ländern beschlossene sind freiwillige und begrenzte Nothilfen. In der Regel decken die Überbrückungsmaßnahmen auch nur einen Bruchteil der tatsächlich entstandenen Schäden und Verluste.

Wohngebäude- und Hausratversicherungen sind unerlässlich. Sie reichen aber nicht aus, um sich vor finanziellen Belastungen durch Elementargefahren zu schützen. Diese Policen umfassen Feuer, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Frost und Leitungswasser. Sie sollten durch eine Elementarschadenversicherung um Risiken wie Starkregen, Rückstau, Hochwasser, Erdrutsch, Erdfall und Schneedruck erweitert werden. Hasse: „Das ist in 99 Prozent der Fälle problemlos möglich. Auch in hoch gefährdeten Wohnlagen lassen sich faire Konditionen vereinbaren.“

Als gemeinwohlorientierter öffentlicher Versicherer schloss die VGH bereits Anfang 2010 Überschwemmungsschäden durch Starkregen und Rückstau in die Grunddeckung ihrer Wohngebäude- und Hausratversicherungen ein. Ulf Hasse: „Wer sich zusätzlich gegen ausufernde Binnengewässer schützen will, sollte aber das komplette Elementarschadenpaket abschließen.“

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