VGH zieht Halbjahresbilanz 2016

VGH-Halbjahresbilanz: Stabile Entwicklung bei Neugeschäft und Beitragseinnahmen

  • Brandkasse: Positives Geschäft, leicht rückläufige Schadenlast
  • Provinzial Leben: Kräftiges Wachstum bei Einmalbeiträgen
  • Provinzial Kranken: Mehr Voll- und Zusatzversicherte

„Sowohl im Privat- als auch Firmenkundengeschäft verläuft unsere Bestands- und Neugeschäftsentwicklung stabil. Die Vertriebsstärke der VGH-Vertretungen und Sparkassen hat sich zur Jahresmitte bei dauerhaft niedrigen Stornoquoten erneut günstig auf unsere Beitragseinnahmen ausgewirkt.“ Diese Halbzeitbilanz für 2016 zieht Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen. Die vier Unternehmen des größten öffentlichen Versicherers in Niedersachsen (Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Lebensversicherung Hannover, Provinzial Krankenversicherung Hannover AG und Provinzial Pensionskasse Hannover AG) steigern ihr Beitragsvolumen um insgesamt 3,3 Prozent auf 1,149 Mrd. Euro. Gleichzeitig muss die Brandkasse weiterhin Leistungsstärke beweisen: Für die ersten sechs Monate 2016 verbucht sie mit 378 Mio. Euro einen Schadenaufwand, der nur leicht unter der hohen Belastung des Vorjahreszeitraums liegt (390 Mio.).

Brandkasse: Positives Geschäft, leicht rückläufige Schadenlast

Das Mutterunternehmen der VGH – die für Schaden- und Unfallversicherungen zuständige Landschaftliche Brandkasse – steigert das selbst abgeschlossene Geschäft in der ersten Jahreshälfte um 2,9 Prozent auf Beitragseinnahmen in Höhe von 739 Mio. Euro (Vj: 718 Mio.). Wesentlich verantwortlich für das Plus in den Kompositsparten ist die überplanmäßige Beitragsentwicklung in den Sachsparten (+4,2 %). Auch die allgemeine Haftpflichtversicherung trägt mit 4,3 Prozent weiterhin zum Anstieg bei. Als erfreulich wertet Kasten außerdem den deutlichen Beitragszuwachs in der Rechtsschutzversicherung (+8,6 %). Die allgemeine Unfallversicherung profitiert von einem seit März 2016 angebotenen, leistungsstärkeren Tarif und legt um 3,0 Prozent Beitragsvolumen zu. Im Kfz-Geschäft fällt das Plus mit 1,3 Prozent dagegen schwächer als erwartet aus.

Ausgehend von einem hohen Vorjahresniveau, sinkt der Schadenaufwand der Brandkasse zur Jahresmitte 2016 leicht um 3,1 Prozent auf insgesamt 378 Mio. Euro. Die Zahl der gemeldeten Schäden gibt sogar um 22 Prozent auf knapp 140.000 nach. Grund zur Entwarnung sieht Kasten dennoch nicht: „Größere Sturmereignisse blieben zwar bislang aus, aber im zweiten Quartal zogen gleich mehrere ergiebige Tiefdruckgebiete über unser Geschäftsgebiet, die für zahlreiche Starkregenschäden gesorgt haben. In den Feuersparten liegt zudem der Aufwand um 15 Prozent über dem Vorjahreswert.“ Zum deutlichen Anstieg der Belastung aus Großschäden trugen unter anderem die millionenschweren Brände bei der PHW-Gruppe (Wiesenhof) in Lohne sowie an Sporthallen in Sehnde und Celle bei.

Provinzial Leben: Kräftiges Wachstum bei Einmalbeiträgen

Die Beitragseinnahmen der Provinzial Lebensversicherung Hannover liegen nach dem zweiten Quartal 2016 mit 363 Mio. Euro über Vorjahresniveau (+4,2 %). Dies ist vor allem auf das Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen, das um 18,2 Prozent auf gut 122 Mio. Euro steigt. Die laufenden Beiträge bewegen sich mit 241 Mio. Euro (-1,6 %) etwas unter dem Vorjahresniveau. Die Pensionskasse eingerechnet, beläuft sich das Beitragsvolumen in der Lebensversicherung der VGH bis Ende Juni auf insgesamt 376 Mio. Euro (Vj: 362 Mio.). Die beitragsbezogene Stornoquote der Provinzial Leben liegt zur Jahresmitte mit 3,4 Prozent auf niedrigem Niveau und hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt (3,7 %) weiter verbessert.

Hermann Kasten: „Berücksichtigt man, dass die extremen Niedrig- und Minuszinsen am Kapitalmarkt die Altersvorsorge erheblich erschweren, ist das ein solides Zwischenergebnis. Unsere 2014 eingeführte, erweiterte Produktlinie stößt vor diesem Hintergrund nach wie vor auf eine sehr gute Nachfrage.“ Die Kunden der VGH können bei der VGH Rente zwischen drei Varianten entscheiden, die bei verlässlichen Garantien eine flexiblere Gewichtung zwischen Renditechancen und begrenztem Risiko bieten.

Provinzial Kranken: Mehr Voll- und Zusatzversicherte

Die Provinzial Krankenversicherung verzeichnet im ersten Halbjahr Beitragseinnahmen in Höhe von 33,8 Mio. Euro. Damit erzielt das Unternehmen eine Steigerung von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der private Krankenversicherer der VGH baut gleichzeitig den Bestand versicherter Personen im Vergleich zum Juni 2015 um 3,1 Prozent aus. Insgesamt schenken aktuell gut 161.400 Kunden der Provinzial Krankenversicherung ihr Vertrauen – fast 4.800 mehr als vor einem Jahr. Vor allem Zusatzversicherungen – insbesondere in der ergänzenden Pflegeversicherung – stützen das Bestandsplus mit 3,3 Prozent. Als erfreulich wertet der Vorstand, dass die Provinzial Kranken trotz schwieriger Marktbedingungen auch in der Vollversicherung ein Wachstum von 1,1 Prozent auf 14.513 Personen verzeichnet. Die Leistungsausgaben erreichen nach den ersten sechs Monaten 2016 ein Volumen von 13,5 Mio. Euro (+6,8 %).

Top-Ratings: Alle VGH-Unternehmen solide finanziert

Die Ratingagentur Assekurata hat ihre unabhängige Beurteilung sowohl der Landschaftlichen Brandkasse als auch der Provinzial Leben 2016 bestätigt. Sie erteilt ihr wie schon 2015 erneut das Gütesiegel „A+“ und bescheinigt beiden Hauptunternehmen der VGH eine „starke Bonität“ mit stabilem Ausblick. Hermann Kasten: „Damit attestiert uns Assekurata im herausfordernden Kapitalmarktumfeld eine gute Finanzstärke, vorsichtige Ausrichtung der Kapitalanlagen, angemessene Risikotragfähigkeit und sehr hohe Sicherheitsmittel.“ Auch die Provinzial Kranken erreicht im jährlichen PKV-Rating des anerkannten Finanz- und Wirtschaftsdienstes Map-Report 2016 wieder ein „hervorragendes“ Gesamtergebnis („mmm“) und zählt mit dieser Bestwertung bundesweit zur Spitzengruppe der privaten Krankenversicherer.

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